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Informatikkolloquium mit Prof. Dr. Stefan Müller

Sprecher: Prof. Dr. Stefan Mueller

Thema: Das Mysterium der Farbe in der Computergraphik

Datum:

Mittwoch, den 21. April 2010 um 16:00 Uhr

Ort:

Hörsaal des Fachbereichs Informatik in Raum C 116

Anmeldung:

Katharina Hoffmann, Ma, Tel. +49 2241 865261



Zusammenfassung:

Renderingmethoden basieren heute in der Regel auf photometrischen Grundlagen und im Fokus der Forschung ist die Simulation komplexer Materialien und Lichtquelleneigenschaften in globalen Umgebungen und möglichst in Echtzeit. Interessant ist, dass das Thema Farbe dabei nur sehr rudimentär behandelt wird, obwohl es für die Glaubwürdigkeit der Bilder eine mindestens genauso wichtige Rolle spielt. Das Problem hinter dem rgb-Mysterium in der Computergraphik ist, dass die CG-Lehre in Bezug auf Farbe oft auf farbmetrische Grundlagen beschränkt ist, was für eine Simulation nicht ausreicht und durch die eigene farbmetrische Notation die dahinterliegenden Annahmen und mathematischen Grundlagen verbirgt. Dieser Vortrag stellt daher die nötigen Grundlagen der Rechnungen mit Spektren und Farbvalenzen kurz vor (z.B. Wyszecki-Hypothese, Cohen-Matrix, fundamentale Metamere und Luther-Ives Bedingung) und erklärt dabei die Annahmen und Fehler, die durch die Verwendung von drei Farbvalenzen (bei Kameras, Displays und zur Simulation) entstehen, bzw. wie man diese verbesser kann.

Die "Koblenz-Box": Simulation und Ausgabe von Farben, denen man vertrauen kann.

Zur Person:

Prof. Dr. Stefan Müller ist seit Juli 2002 Professor für Computergraphik an der Universität Koblenz-Landau, Leiter des Instituts für Computervisualistik und Teil der professoralen Leitung des Instituts für Wissensmedien am Campus Koblenz (IWM), sowie des virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP). Vorher (1995 - 2002) leitete er die Abteilung "Virtuelle Realität und Augmented Reality" bei Fraunhofer-IGD in Darmstadt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der interaktiven, Echtzeit-Graphik (speziell in virtuellen und augmentierten Umgebungen) und der photorealistischen Bildsynthese.